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Kernthema: Innenentwicklung Siedlungsentwicklung

Die Siedlungsentwicklung war in den vergangenen Jahrzehnten gekennzeichnet von überdurchschnittlichem Bevölkerungswachstum: In den Ampertal-Gemeinden durch den Zuzug von jungen Familien, in der Stadt Freising durch den Zuzug von Studenten. Angesichts des demografischen Wandels und der Erkenntnis, dass dieser „Boom“ sich in den nächsten Jahren nicht in diesem Maße fortsetzen wird, bedarf es einer zurückhaltenden und regional abgestimmten Baulandpolitik.

Visionen und Ziele der Bürger und Gemeinden
  • Schonung der Kulturlandschaft sowie des Erholungsraumes Ampertal im Rahmen einer regional abgestimmten Baulandpolitik
  • Bewahrung und Entwicklung regionaler Identität durch Qualitätsanforderungen
  • Erhalt und Belebung der Dörfer und Weiler, die die Kulturlandschaft prägen; zudem muss die Innenentwicklung dieser Orte gefördert werden

Besondere Maßnahmen und Aktivitäten
  • Entwicklung eines interkommunalen Gewerbeentwicklungskonzeptes durch Festlegung von Verträglichkeitskategorien
  • Erstellung eines Nutzungskatasters bzw. qualifizierte Bestandserhebung
  • Umnutzung bestehender landwirtschaftlicher Gebäude zur Ansiedlung von standortangepasstem Gewerbe
  • Einrichtung einer interkommunalen Plattform für Bauherren, die an Gemeinschaftsprojekten interessiert sind
  • Initiative zur Einrichtung eines landkreisweiten Runden Tisches unter Einbindung der beteiligten Behörden (Landwirtschaftsämter, Wasserwirtschaftsämter, Bauernverband) zur Meinungsbildung und Erörterung aktueller Themen zum Flächenverbrauch und zur Siedlungsentwicklung.

Erfolg

Es wächst die Erkenntnis, dass sich die Zukunftsfähigkeit der Region nicht durch den Wettbewerb der einzelnen Kommunen untereinander entscheidet, sondern durch das gemeinsame Meistern der regionalen Herausforderungen. Interkommunales Handeln soll z.B. bei der Gewerbegebietsausweisung die Flexibilität für attraktive und vielfältige Angebote erhöhen und gleichzeitig die richtige Situierung dieser Baugebiete unter Schonung des attraktiven Kulturraumes Ampertal ermöglichen.

Kernthema: Wirtschaft Naherholung

Das Potential der Kulturlandschaft Ampertal als Wirtschaftsfaktor für Naherholung und Freizeit ist von der Bevölkerung allgemein anerkannt. Dennoch ist es wenig entwickelt; die Wertschöpfung aus diesem Wirtschaftszweig könnte deutlich erhöht werden. Die kulturelle und landschaftliche Vielfalt, die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zum Großraum München sind die Basis für eine positive Entwicklung.
Das Potential des Ampertals als Naherholungsraum für die Bürger und Bürgerinnen des Ampertals und darüber hinaus soll durch gezielte Maßnahmen nachhaltig erschlossen werden.

Visionen und Ziele der Bürger und Gemeinden
  • Erholung im Einklang mit der Natur
  • Interkommunaler sensibler Umgang mit dem Kulturraum Ampertal zur Sicherung des Erholungswertes
  • Förderung der Erlebbarkeit des Ampertals
  • Stärkung und Erhalt der herausragenden und typischen kulturellen und natürlichen Bestandteile des Kulturraums Ampertal
  • Aufbau von Kooperationen zwischen Gastwirten, Landwirten und anderen touristischen Leistungsträgern

Besondere Maßnahmen und Aktivitäten
  • Einrichten eines interkommunalen Radweges durch das Ampertal mit optimaler Anbindung an das Netz der DB und des ÖPNV
  • Erstellen eines themenübergreifenden Ampertalführers
  • Einbindung verschiedener Partner z.B. MVV, Tourismusabteilung des Landkreises, Erholungsflächenverein, LEADER Region „Mittlere Isar“
  • Aufbau eines Service-Netzes für Radfahrer
  • Präsentation der kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten z.B. durch Erlebnisstationen, Themenwege
  • Bündelung der Angebote, Präsentation der Exkursionen verschiedener Träger als ein gemeinsames Angebot

Erfolg

In Verbindung mit dem interkommunalen Radweg, der entlang der Hangleiten des Ampertals und durch alle Kommunen führt, sind Feierabend-, Halbtages- und Tagesrouten als gemeindliche Rundtouren konzipiert. Die Routen zu den DB- und S-Bahnhöfen sind vernetzt; der attraktive "Ampertal Freizeit- und Radwanderführer" wurde erstellt.

Kernthema: Interkommunale Zusammenarbeit

Durch gemeinsame Aktionen wird die Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den Gemeinden gestärkt. Dem einzigartigen Kulturraum mit hoher Lebensqualität steht die massive Verkehrsbelastung gegenüber. Die Schonung dieser besonderen Kulturlandschaft und des Erholungsraums Ampertal sowie der Erhalt der typischen Ortsstrukturen stehen im Mittelpunkt des gemeinsamen Handelns.

Visionen und Ziele der Bürger und Gemeinden
  • Stärkung der regionalen Identität und des Bewusstseins für das Ampertal durch Beteiligung regionaler Akteure an der Projektentwicklung
  • Stärkung der regionalen Baukultur durch Erstellen einer Baufibel mit Richtlinien für regionaltypisches Bauen
  • Entwicklung von interkommunalen Handlungsstrategien für die Verkehrsprobleme (interkommunales Verkehrskonzept)
  • Interkommunaler Hochwasserschutz
  • Aufbau der interkommunalen Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene
  • Interkommunale Öffentlichkeitsarbeit, z.B. Internetportal
  • Entwicklung eines eigenen Logos für das Ampertal

Besondere Maßnahmen und Aktivitäten
  • Etablierung des Ampertalrats als zentrales Steuerungsorgan für interkommunales Handeln
  • Errichtung einer zentralen Stelle zur Etablierung und Optimierung von Alternativen zum Individualverkehr („Mobilitätsmanager“)
  • Interkommunale Mitfahrzentrale
  • Schaffung einer gemeinsamen Plattform für Gastronomie, Landwirtschaft, Unternehmen und Privatleute im Ampertal
  • Entwicklung von Kooperationsprojekten im Bereich der technischen und sozialen Infrastruktur
  • Erarbeitung eines gemeinsamen Energiekonzepets für die Ampertalgemeinden (2015)

Erfolg

Beispielgebend sind die Rahmenbedingungen und Strukturen, die die Gemeinden zur aktiven Bürgerbeteiligung geschaffen haben. Zudem laufen in einigen Kommunen im Rahmen von Agenda-Prozessen bzw. Startphasen zur Dorferneuerung aktive Beteiligungsprozesse. Verschiedene Exkursionsgruppen (national und international) informieren sich über den Stand der interkommunalen Zusammenarbeit. Die neun Kommunen verstehen sich als einheitlicher Kultur- und Wirtschaftsraum. Die Zusammenarbeit zwischen den Kommunalverwaltungen führt zu Synergien und Kostenersparnis.

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