Projektansicht

Kurzporträt

Das Achental liegt im Südosten Oberbayerns, am Rande der Kalkalpen im Landkreis Traunstein. Das Tal der Tiroler Achen ist von seiner Ausprägung her stark landwirtschaftlich strukturiert. Der dominierende Wirtschaftszweig ist u.a. der Tourismus. Unter dem Motto “Gesunder Lebensraum – Herausforderungen für und alle“ schlossen sich Landwirte und Bürger im Ökomodell Schlechinger Tal zusammen. Ziel war, die Kleinregion durch das Miteinander von Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus zu sichern. Das Ökomodell hat Kreise gezogen und wurde 1999 auf das ganze Achental ausgeweitet. Mitglieder des Ökomodells Achental sind 9 bayerische Mitgliedsgemeinden. Der Startschuss zur Einleitung des Projektes Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) im Achental wurde 2009 durch eine moderierte Zukunftswerkstatt in der Schule der Dorf- und Landentwicklung in Thierhaupten gegeben. Die Ökomodellgemeinden Bergen, Grabenstätt, Grassau, Schleching, Staudach-Egerndach, Übersee und Unterwössen sowie die Gemeinden Marquartstein und Reit im Winkl sind Mitglieder der ILE.
Im Mittelpunkt des Modells stehen der Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft, die Sicherung der kleinstrukturierten Landwirtschaft, die Förderung eines naturverträglichen Tourismus und Gewerbes sowie die Nutzung erneuerbarer Energieträger aus der Region und für die Region.

Meilensteine

Mit der Gründung des Ökomodells Achental 2009 würde im Achental ein umfassender Bewusstseinsbildungsprozess zum sanften Tourismus und dem Schutz der Kulturlandschaft eingeleitet Weitere Meilensteine
  • Aufbau des Bauernmarktes in Grassau
  • Bau des Biomassenhofes Achental, welche im Zuge des EU-Projektes RES Integration 2007 eingeweiht wurde.
  • Unterstützung des Ökomodells durch die Finanzierung eines „Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern (2009)
  • Etablierung der Organisationsstruktur mit Umsetzungsbegleitung (2012)
  • Gründung der Förderstiftung Ökomodell Achental
  • Entwicklung von Angeboten zum sanften Tourismus; Besucherlenkung; Einrichtung von Naturlehrpfaden und Erarbeitung einer gemeindeübergreifenden Wander- und Radwegekarte; Organisation des Achentaler Themenjahr usw..
  • Förderung der E-Mobililtät und des sanften Tourismus in der Region durch Ausbau der Netzwerkladestation für E-Bikes und Autos 2013. Mitglied im Projekt Land-Mobile vom ALE Oberbayern.
  • Erstellung eines Energiekonzeptes für das Achental als Element des ILEKs, mit Maßnahmenempfehlungen; Erstellung einer Energiekarte Achental mit den Standorten, erneuerbare Energien in den Bereichen Photovoltaik, Wasserkraft, Holz, Windkraft, Biogas und Wärmeversorgung.
  • Aufbau eines ILE-Managements und weitere Förderung des ILE-Managements bis 2021; perfekte Koordination und Abstimmung diverser Förderprogramme, wie Bioenergieregion und LEADER-Aktivitäten.
Öffentliche Auszeichnungen
Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung (2000)
Zukunftsfährige Landnutzung in Bayerns Gemeinden, Bay. Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (2003)
Umweltpreis, E.ON Bayern (2007)
Auszeichnung als Bio-Energieregion durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (2009)
Kommunaler Klimaschutz
Energy Award: Holzenergie (2012)
2. Platz Bayerischer Energiepreis, Kongress Bayerischer Energietag (2013)
Auszeichnung im Wettbewerb Deutschland – Land der Ideen (2014)

Resümee

Die ILE Achental hat vor allem im Bereich Tourismus, Landwirtschaft, Energie, Innenentwicklung, Gewerbe sowie Sozialstruktur Schwerpunkte gesetzt. Alle Maßnahmen beeinflussen sich gegenseitig und werden zum gegenseitigen Vorteil weiterentwickelt. Auch die regionale Wahrnehmung des Tourismus als wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor und dessen Synergieeffekte für andere Wirtschaftsbereiche sind im Fokus. Beeindruckend ist der hohe Vernetzungsgrad aller Maßnahmen.
Engagiert und mit viel Elan wird der Themenbereich Erneuerbare Energien und der Mobilität weiterentwickelt, wobei der Ausbau der E-Mobilität, Car-Häring, Shuttle-Busse, auch zu Skigebieten, und der Ausbau von Ladesäulen für Landmobile große Aufmerksamkeit gewidmet wird.
Es geht aber auch Zukunftsprojekte wie Almen erlebbar machen und Weiterentwicklung eines gemeinsamen Ausgleichsflächenkonzeptes, Flächenmanagement und das Erstellen eines Flächenkatasters zur Ausbreitung von Kreuzkraut im Achental. Das Ökomodell Achental hat sich der Bewahrung der Kulturlandschaft verschrieben und steigert durch umwelt- und sozialverträgliche Projekte die regionale Wertschöpfung.

Ansprechpartner

1. Vorsitzender
Stefan Schneider
Hochfellnstraße 14
83346 Bergen

Telefon +49 (0)8662 4885-0
Fax +49 (0)8662 4885-99
email: info@bergen-chiemgau.de

Stephanie Hennes, ILE Achental
Kirchplatz 1
83259 Schleching
Tel. 08649/986655
Tourismus@oekomodell.de
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